Hamburg testet Parkplätze auf Autobahn

Autofahrer, die aus Richtung Pinneberg und Elmshorn auf der Autobahn nach Hamburg fahren, müssen seit einigen Tage viel Geduld mitbringen. Grund sind längere Staus auf der A23, vor der Zusammenführung mit der A7. Diese reichen in den letzten Tagen sogar nach Tornesch in 15 km Ferne zurück. Grund für die Staus: Die Hamburger Verkehrsbehörde möchte testen, ob an der Autobahn selber Parkplätze errichtet werden können. Zu diesem Zweck haben sie nun diese Zusammenführung von zwei Spuren auf eine verengt.

Raum für Parkplätze
Parkplätze sind an der Seite der Mittelleitplanke angedacht

Diese Parkplätze wären dringend notwendig, erklärt ein Sprecher der Behörde. Aufgrund des zunehmenden Schwerlastverkehr auf Deutschen Autobahnen, reichen die Parkplätze an Raststätten längst nicht mehr aus. Einem Bericht der Autohof Website fehlen über 31.000 Lkw Parkplätze auf Deutschen Autobahnen. Es müssen also andere Lösungen her.

“Und so wurde die Idee geboren, diese an extra abgesperrten Stellen der Autobahnen selber einzurichten” heißt es aus der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Hamburg.

Der Verkehrsfluß auf der A7 selber muss aufrechterhalten werden

Aber warum an der A23, und warum so kurz vor der Zusammenführung? Die Antwort ist einleuchtend, zumindest für die Hamburger. Auf der A7 an dieser Stelle wäre so etwas nicht möglich. Man müsse den Verkehrsfluss aufrechterhalten.

Dann breche das Verkehr eben an dieser Stelle zusammen…

Da müssen wir Prioritäten setzen

“Ja, natürlich ist das für die Pendler aus Schleswig-Holstein unangenehm”, aber die Verantwortung einer Hamburg Behörde sei nun mal den Hamburgern gegenüber. “Da müssen wir Prioritäten setzen”. Das kurze Stück vor der Zusammenführung biete sich an, da es sich noch im Hamburger Bereich befinde und man insofern darüber verfügen könne.

Da die Parkplätze aber auf der linken Spur gebaut werden, stellt sich die Frage natürlich, wie die LKW-Fahrer die Autobahn verlassen können, wenn sie zum Beispiel auf die Toilette müssen. aber auch dafür gibt es eine einfache Antwort.

“Wir haben schon mit unseren Kollegen in Pinneberg darüber gesprochen. Sie helfen uns dabei, eine Fußgängerampel dort zu installieren. Sie haben schließlich mit Ampeln viele guten Erfahrungen!”

Dieser Test soll noch einige Tage andauern. Wir dürfen auf die Ergebnisse gespannt sein!

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