Abenteuer in einer norddeutschen Landschaft

Bridget Kearney – Won’t Let You Down

Erste Solo-Platte der Lake Street Dive Bassistin Bridget Kearney

Diese Woche auf dem Plattenteller liegt Won’t Let You Down von Bridget Kearney. Bridget ist uns eigentlich besser bekannt als Zupferin des Stehbasses beim Soul-Pop Combo Lake Street Dive. Jetzt hat sie den Sprung gewagt, und ihre eigene Produktion veröffentlicht. Dabei herausgekommen ist eine tolle Platte, die sich an die sechziger und siebziger Jahre anlehnt, aber mit der Frische einer zeitgemäßen Produktion.

Die Stimme von Bridget ist – vorweg- nicht massenkompatibel, zu eigenwillig ist sie in der Farbe; aber mir persönlich gefällt sie

Der Titeltrack Won’t Let You Down, mit dem die LP beginnt, ist eine schnelle Nummer im Retrogewand, im nachfolgenden What Happened Today wird die Geschwindigkeit ein wenig reduziert, dafür ist der Song sehr soulig, ohne allerdings zu viel an Tempo zu verlieren. Who Are We Kidding ist eine tolle Ballade voller Sehnsucht.

Die erste Auskoppelung aus dem Album, Wash Up (siehe video) erinnert musikalisch sehr stark an Fleetwood Mac, die Stimme von Bridget allerdings hat mit der von Stevie Nicks wenig gemeinsam, so dass auch hier insgesamt ein anderer Sound entsteht. Was mir persönlich nicht gefällt, ist das Video selbst. Aufgrund des Laufens und den dabei entstehenden Schweiß wirkt es auf mich sehr maskulin. Da hilft auch nicht viel, dass LSD Frontfrau Rachael Price im Hintergrund hin und her läuft. Ist jedoch meine persönliche Meinung, anderen mag es durchaus gefallen. Das Lied jedoch ist voller Klasse.

Also konzentrieren wir uns lieber auf die Musik:

Love Doctor könnte genauso gut auf einer Platte von Lake Street Dive stehen und So Long ist eine Ballade gar, die Fans von Lake Street Dive bestens bekannt sein dürfte, befindet sie sich doch auf dem „Side Pony“ Album der Band. Wer das Lied besser singt, brauchen wir hier gar nicht zu erörtern, zu verschieden sind die Stimmen der beiden Kontrahenten. Während Rachael Price von LSD eine kraftvolle Stimme hat, ist die von Bridget eh verletzlich und zurückgehalten. Beide Versionen wissen zu gefallen, lassen wir es lieber dabei.

Und wenn wir auch beim Thema Stimme sind, haut Bridget meines Erachtens nach bei Daniel voll daneben. Die hohen Passagen passen nicht zu ihr, und man merkt, dass sie Probleme hat, diese Töne zu treffen. Das Lied an sich hat aber ein gewisser Reiz.

Aber das ist der einzige Wermutstropfen auf einem, meiner Meinung nach, sehr gelungenen Erstlingswerk. Bleibt nur zu hoffen, dass Bridget aber nicht jetzt den Drang verspürt, sich auf eine Solokarriere zu konzentrieren und die Band nach mehr als 10 Jahren dem Rücken zuzukehren. Das wäre in der Tat eine musikalische Tragödie.

Anspieltipps:
What Happened Today, Who Are We Kidding, Wash Up, So Long

Front Page Bild Creative Commons Lizenz veröffentlicht:
Namensnennung: Mike Bouchard

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