Polizeieinsatz bei der Pinneberger Post

Mutmaßliche Filialleiterin der Post lässt Kunden, die schon vor dem Schalter standen, von der Polizei entfernen, damit sie früher schließen kann.

Die Uhr zeigt erst 10:43, aber alle müssen raus

Dass es die Postkunden in Pinneberg zuweilen nicht leicht haben, ist bekannt. Zu oft hat die Hauptpost in der Friedrich-Ebert-Straße entweder eingeschränkte Öffnungszeiten gehabt, oder hat gar nicht auf gemacht. Heute aber, nahm die Sache eine neue Qualität an, als Kunden, die schon anstanden, von der Polizei entfernt wurden. Grund: Offensichtlich aufgrund von Personalprobleme sollte die Post (erneut) frühzeitig geschlossen werden.

Es wurde nicht mehr bedient

Szenen vor der Post in der Friedrich-Ebert-Straße heute morgen kurz nach 10 Uhr. Im Laden stehen ca. 10 meist ältere Personen in der Schlange. Sie warten darauf, bedient zu werden. Draußen vor der Tür steht nochmal ungefähr die gleiche Anzahl. Diese werden aber von einem älteren Wachdienstmitarbeiter aufgehalten, der irgendetwas von einem technischen Problem faselt. Er lässt die Leute nicht herein.

Das technische Problem war aber ganz offensichtlich anderer Natur. Im Kassenbereich stand nämlich nur ein Postmitarbeiter, der gerade bediente.

Desweiteren lief eine mutmaßliche und ganz offensichtlich überforderte Filialleiterin wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend, vom Kassenbereich bis zur Schlange an der Tür und dann wieder zurück.

Die Post hat an diesem Tag (Samstag) bis 12:30 geöffnet. Es wurde in der Filiale erzählt, dass draußen ein Zettel hängen würde, der darauf hinwies, dass die Post an diesem Tag um 10:00 schließen müsse. Dieser habe ich persönlich aber nicht gesehen.

Die Polizei wurde gerufen

Es wurde angekündigt, dass die Person, die gerade vor dem Mitarbeiter stand, die letzte sein würde, die an diesem Tag bedient wird. Man würde auf Montag vertröstet, was zu lautstarken Proteste von den wartenden Personen führte. Es gab rege Diskussionen, und als niemand einen Anstalt machte, die Post zu verlassen, kündigte die mutmaßliche Filialleiterin jetzt an, sie habe die Polizei gerufen, die jetzt gleich komme. Nun verließ man natürlich erst recht nicht das Gebäude.

Statt selber Hand anzulegen, um die noch vorhandenen Kunden zu bedienen, und eventuell dadurch die Situation zu entspannen, stand sie nun am Schalterbereich und tat nichts. Dann müsse man die anderen Leuten vor der Tür auch rannehmen, war ihre Aussage dazu.

Die herbeigerufene Polizei musste sich erstmal von ihr anhören, wie teilweise aggressiv das wartende Publikum gewesen ist, was wiederum Proteste von den Wartenden hervorrief. Das war auch  sicherlich nicht der Fall gewesen. Ja, es wurde diskutiert, aber mehr auch nicht. Die Beamten waren zwar verständnisvoll und freundlich, aber natürlich hatten sie auch keine andere Wahl, als mitzuteilen, dass die Post geschlossen war und man am Montag wiederkommen möge. Man hat ja Hausrecht.

Die Situation bei der Post ist nach wie vor schlimm

Bei der Post in Pinneberg ist die Situation nach wie vor unerträglich. Wann kriegt man dort endlich diese andauernden Probleme mit Personalmangel im Griff, Hiermit müssen wir gefühlt jetzt schon ein paar Jahre leben?

Es wäre des weiteren ein Leichtes gewesen, diese Situation zu entspannen. Mit der Filialleiterin waren ja 2 Mitarbeiter vor Ort. Und so viel los, dass zwei Personen überfordert gewesen sein könnten, war auch nicht. Desweiteren ist die Filialleiterin vermutlich leitende Angestellte, als Solches gelten die Arbeitszeitgesetze für sie nicht.

Sie wirkte aber leider hoffnungslos überfordert. Statt zur Entspannung beizutragen, trug sie leider mit ihrer unfreundlichen und überheblichen Art ehe dazu bei, die Lage zu verschlimmern.

Ob bewusst oder nicht, die Post spielt ihre quasi Monopolstellung voll aus. Das darf so nicht sein.

Das Vorstehende ist ein Augenzeugenbericht, der meine eigenen Wahrnehmungen und persönlichen Eindrücke wiedergibt. Dieser mag vollständig sein, oder auch nicht. Zumindest aber wurden keine Tatsachen bewusst verschwiegen, die ein anderes Licht auf das Geschehen werfen könnten

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